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Sechs Fachrichtungen

Unter dem Fachbereich Gestaltung organisieren sich die sechs Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Edelstein- und Schmuck, Modedesign, Intermedia Design und Kommunikationsdesign. Diese ergänzen und bereichern sich gegenseitig durch einen lebendigen interdisziplinären Austausch. Neben der Aneignung spezifischer Fachkenntnisse erhalten die Studierenden dadurch Gelegenheit auch andere gestalterische Bereiche kennenzulernen. Aus der interdisziplinären Zusammenarbeit entstehen unterschiedlichste Qualifikationen, durch die die Studierenden praxisorientiert auf ihr künftiges Berufsleben vorbereitet werden; einer Praxis, in der interdisziplinäres Teamwissen im Rahmen komplexer Fragestellungen und Problemlösungen mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Das Potenzial interdisziplinärer Teambildungen, die vielfältige kreativen Synergien freisetzen, ist dabei nicht unbeträchtlich, stellt aber auch hohe Anforderungen an alle beteiligten Akteure: Offenheit, Interesse und Toleranz für fachfremde Disziplinen, das Lernen voneinander sowie eine vielseitigen Kommunikationskultur stellen wichtige Kriterien für eine erfolgreiche Kooperation dar. Diese Faktoren, die die offenen und transparenten Strukturen des Fachbereichs charakterisieren, sind von zentraler Bedeutung und prägen die Lehrinhalte aller Studienrichtungen des Fachbereiches Gestaltung.

Hundertjährige Geschichte

Das Gebäude der ehemaligen Handwerker- und Kunstgewerbeschule, das 1912 eingeweiht wurde, beherbergt heute die Fachrichtungen Kommunikationsdesign und Innenarchitektur. Es befindet sich am Paulusplatz im Zentrum der Stadt und ist gleichzeitig nur wenige Gehminuten entfernt zur Mosel gelegen. Die lichtdurchflutete Architektur ist durch den historischen Verwendungszweck des Baus begründet und schafft optimale Bedingungen auch für ein Designstudium in heutiger Zeit.

Darüber hinaus besitzt der eindrucksvolle, auch kunstgeschichtlich bedeutsame Bau, der den Paulusplatz visuell dominiert, eine ganz eigenständige Identität und wird bei den Studierenden als ausserordentlich inspirierender Ort wahrgenommen. Wo bereits vor über 100 Jahren ein Platz des kreativen Zusammenkommens geschaffen wurde, wird noch heute gestaltet und experimentiert. Die Geschichte, die dieser Ort in sich trägt, zeigt sich in der Architektur, spiegelt sich aber auch in der besonderen Atmosphäre des Hauses wieder. Fantasie, Schöpferkraft, Ideenreichtum, Kreativität, Diskurs und Kommunikation sind hier beständig aktiv. Der Paulusplatz ist aber auch ein Ort der Reflexion.

Studieren in familiärer Atmosphäre

Aufgrund der vergleichsweise kleinen Semester ist eine individuelle Betreuung durch die Lehrenden gewährleistet. Zudem werden dadurch sehr gute Voraussetzungen für eine effektive Studienarbeit geschaffen. Darüber hinaus fördert dies eine entspannte, fast familiäre Atmosphäre und einen guten Zusammenhalt untereinander. Gerade zu Beginn des Studiums ist dies nicht unwichtig, da sich Kontakte unter den Studierenden schneller und einfacher aufgebauen können.

Durch dieses besondere Klima entstehen immer wieder gemeinsame Projekte, wie z.B. die Werkschau, bei der sich alle Fachrichtungen des Fachbereichs Gestaltung gemeinsam der Öffentlichkeit präsentieren. Die Studierenden organisieren und planen hierfür eigenverantwortlich eine mehrtägige Veranstaltung mit Workshops, Verträgen und Präsentationen (u.a. auch die überregional bekannte Modenschau). Studierende, Lehrende und die Öffentlichkeit erhalten an diesen Tagen Einblicke in die Studienarbeit aller Fachrichtungen des Fachbereichs Gestaltung. Selbstverständlich dient die Werkschau neben der Präsentation für die Öffentlichkeit auch dem gegenseitigen Austausch und der Inspiration. Die Lehrenden stehen den Studierenden bei der Planung der Werkschau beratend zur Seite.

Aber auch über das Studium hinaus bleibt der gute Zusammenhalt unter den Trierer Designstudierenden erhalten. Gemeinsame Veranstaltungen und Parties, wie  die alljährlich stattfindende „Nikofeier“ am Nikolaustag führen alle Semester zusammen und verwandeln den Paulusplatz in einen bunten Ort mit Clubatmosphäre.

Visualisierungskünstler

Im Kern bedeutet Kommunikationsdesign die wirkungsvolle Vermittlung von Botschaften an unterschiedliche Ziel- und Adressatengruppen durch visuelle und mediale Konzepte und unterschiedliche kommunikative Strategien. Die designerische Arbeit orientiert sich dabei an individuellen Aufgabenstellungen und sucht nach geeigneten, effektiven und spezifischen Problemlösungen. Dabei steht seltener die einzelne gestalterische Arbeit im Mittelpunkt, sondern die Arbeit in grafischen Systemen und kommunikationsdesignerischen Konzepten. Dies erfordert ein Denken, Planen und Gestalten in konzeptionellen Zusammenhängen. Dies beschreibt ein ebenso breit angelegtes wie vielfältiges Aufgabenfeld, in dem Studierende während des Bachelorstudiums und des anschließenden Masterstudiengangs weitgefächerte Kompetenzen und Fähigkeiten erwerben können. Kommunikationsdesign ist dabei quasi der Visualisierungskünstler unter den gestalterischen Studiengängen. Durch die sich stetig weiter entwickelnden Gestaltungs- und Medientechnologien bieten sich immer wieder neue designerische und kommunikative Möglichkeiten und Aufgaben, die das Berufsfeld eines Kommunikationsdesigners fortlaufend dynamisch und spannend gestalten.

Das Team

Acht Professorinnen und Professoren sowie weitere Lehrkräfte, Lehrbeauftragte und Mitarbeiter leisten ein variatives und abwechslungsreiches Studienangebot für ca. 200 Kommunikationsdesign-Studierende. Sie treten dabei eher als Mentoren auf, die die gestalterische Entwicklung der Studierenden mit sicherer Kompetenz sowie mit ihrer beruflichen und persönliche Erfahrung inspirierend begleiten und voranbringen. Die Lehrenden zeigen sich gegenüber studentischen Initiativen und Ideen stets aufgeschlossen und leisten eine individuelle Betreuung, da sich die Projekte der Studierenden sehr unterschiedlich gestalten können. Durch diese Form der Betreuung wird nicht nur ein erfolgreiches Studium gewährleistet, sondern auch eine ganz persönliche und entspannte Atmosphäre.

Übersicht aller Dozenten und Mitarbeiter

Leben und Studieren in Trier

Mit über 100 000 Einwohnern gehört Trier zu einer der kleineren Großstädte in Deutschland. Die Stadt ist landschaftlich reizvoll an der Mosel gelegen und ist – charakteristisch für die Moselregion – von Weinbergen umgeben. Aufgrund des überwiegend ländlichen Umlands bieten sich vielfältige Möglichkeiten im sportlichen Bereich, die einen guten Ausgleich zum Studium schaffen. Durch die zahlreichen Studierenden der Hochschule Trier und der Universität Trier ist studentisches Leben in der Stadt überall präsent.

Da Trier ein relativ großes Einzugsgebiet aufweist, verfügt die Stadt über zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, die sich insbesondere in der charmanten Altstadt verteilen. Die Innenstadt lädt aber nicht nur zum Einkaufen und Bummeln ein, sondern bietet darüber hinaus eine überaus bunte und lebendige Gastronomieszene und Clubkultur.
Aufgrund der zahlreichen römischen Zeugnisse und Funde, die sich im gesamten Stadtgebiet verteilen, trägt Trier vermutlich zu Recht den Titel „älteste Stadt Deutschlands“. Einige dieser monomentalen Bauten werden auch heute noch für kulturelle Veranstaltungen genutzt und lassen die römische Geschichte lebendig werden: So finden beispielsweise in der noch heute als Kirche genutzten Konstantin-Basilika regelmäßig Konzerte statt, die Thermen am Viehmarkt sind ein beliebter Veranstaltungsort und auch das Amphitheater dient in den Sommermonaten als kultureller Ort für Aufführungen und Konzerte.
Das städtische Theater und andere kleine Bühnen im Umkreis der lebendig-aktiven Studierendenszene erweitern die kulturelle Auswahl der Stadt. Aber auch Museen und weitere Veranstaltungen wie Ausstellungen oder Vorträge in Trier und in der Region tragen zu einem abwechslungsreichen Kulturangebot bei.
Die vielfältigen kulturellen Möglichkeiten setzen sich in der benachbarten Hauptstadt des Großherzogtums Luxemburg fort. Die 50 km entfernte Stadt kann bequem per Zug oder Bus erreicht werden. Aber auch die Nähe zu Frankreich machen Trier einem interessanten Studienort. Eine Autostunde entfernt befindet sich das französische Metz.
Zusammen mit den Kulturmetropolen Luxemburg, Metz und Saarbrücken bildet Trier eine grenzüberschreitende QuattroPole. Dieses Städte-Netzwerke und nicht zuletzt die gut verzahnte Infrastruktur fördert internationale gestalterische Projekte, die bereits schon die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erzielt haben.