Am 11. November 2014 fand im Vortragssaal des Gutenberg-Museums Mainz die Preisverleihung des Designpreises Rheinland-Pfalz 2014 durch das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz statt. Im Gestaltungsbereich Kommunikationsdesign wurden 14 Auszeichungen und 5 Designpreise in den Kategorien Editorial bis Corporate Design, Kommunikation im Raum und Design Studies & Research verliehen. Unter den ausgezeichneten Arbeiten waren auch zwei Arbeiten, die im Rahmen des Studiums Kommunikationsdesign an der Hochschule Trier entstanden sind. Eine Auszeichnung erhielt die Arbeit ›Zeller Schwarze Katz‹ in der Kategorie Corporate Design, Design Talents. Gestaltet wurde das Projekt von Almut Schmitt, betreut von Prof. Anita Burgard. Einer der fünf Designpreise wurde für das Projekt ›Stadtmarketing im Designkontext‹ in der Kategorie Design Studies & Research, Design Talents, vergeben. Gestaltet wurde das Projekt von Silvia Gessinger während ihres Masterstudiums, betreut von Prof. Andreas Hogan. Neben einer umfangreichen Recherche und theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema des Stadtmarketings entstanden Studien zur Designkonzeption einer visuellen Identität für die Stadt Trier.

 

Designpreis für „Stadtmarketing im Designkontext“ von Silvia Gessinger

Eine Stadt wird heute mehr denn jeals Marke verstanden. Neben den klassischen Marketingprozessen stellt die visuelle Identität einen wichtigen Erfolgsfaktor im Stadtmarketing dar, wodurch dem Design eine wichtige strategische Rolle zukommt. Die Masterarbeit setzt sich in dreiBänden mit dieser Thematik auseinander: Band I beinhaltet u.a. theoretische Grundlagen zu Design, Markenbildung, Designmanagement undStadtmarketing. In Band II (zwei Bücher) werdenverschiedene Corporate Design-Beispiele, Werbeaktionen und imageträchtige Veranstaltungen aus dem In- und Ausland vorgestellt. Um die Bandbreite der unterschiedlichen Leistungen zu dokumentieren, werden neben best practice auch weniger überzeugende Projekte dargestellt. Der Band III beinhaltet die eigentliche Masterarbeit und baut auf den vorangehenden Bänden auf.

 

Jurystatement von Prof. Andreas Henrichs

Als breit angelegtes Forschungs- und Entwicklungsprojekt umfasst die Masterarbeit eine umfangreiche Recherche und ebenso differenzierte gestalterische Entwicklungsarbeit. In drei großformatigen Bänden werden zahlreiche grundlegende und tiefgreifende Fragen behandelt. Neben den theoretischen Darlegungen dokumentiert und analysiert die Autorin sorgfältig in zahlreichen nationalen und internationalen Beispielen umgesetzte Designstrategien. Auf dieser Basis entwickelt sie alle relevanten Design-und Entscheidungsgrundlagen und setzt diese in mehreren Designkonzeptionen beispielhaft um. Sowohl in der Analyse, als auch in ihrer Aufbereitung in drei Bänden wird sie höchsten Qualitätsansprüchen gerecht. Das Gleiche gilt für ihre eigene gestalterisch-konzeptionelle Arbeit. Verschiedene Grundannahmen und -ideen werden untersucht, differenziert ausgearbeitet und präzise präsentiert. Anhand einer Variante wird eine sehr durchdachte und systematische Gesamtlösung entwickelt und in einer zusammenfassenden Darstellung reflektiert. Eine forschende Designarbeit mit außergewöhnlicher Intensität und Qualität.

Opens external link in new windowDie gesamte Masterarbeit „Stadtmarketing im Designkontext“ im Webarchiv


Auszeichnung für
„Zeller Schwarze Katze“ von Almut Schmitt

Ausgangsbasis für das Kooperationsprojekt war das Vorhaben der Stadt Zell, den Steillagenerhalt durch eine Markenentwicklung mit neuem Namen für einen original „Zeller Schwarze Katz“ Lagenwein zu forcieren. Aus dem erarbeiteten Markenkonzept resultierte , mit Hilfe einer Verbraucherumfrage, aber die Beibehaltung des über 150 Jahre gelebten Namens „Zeller Schwarze Katz“.
Begründung: Der alte Name enthält die zwei wichtigsten Aspekte, die für den Erfolg einer Marke zentral sind.
1. Eigenständigkeit der Markenpersönlichkeit und eigenständiger Charakter: Ziel der Markierung ist es, dem Produkt eine eigene Persönlichkeit verleihen. Der Name muss dabei die eigenwilligen Charakterzüge mit wenigen Buchstaben zusammenfassen. Dies gelingt dann, wenn er sich von den bestehenden Namensstrukturen im jeweiligen Markt deutlich absetzt.
2. Merkfähigkeit des Namens: Der Name muss präsent sein und Erwähnung finden.Verbraucher müssen sich den Namen sofort merken können. Je bildhafter der Name, desto besser die Merkfähigkeit.
Die mit dem Namen verbundene Legende stellt den emotionalen, authentischen Zusatznutzen dar, der als Differenzierungskriterium wirkt und in der Wahrnehmung der Konsumenten im Gedächtnis verankert, bzw. schnell und dauerhaft zu verankern ist.

Inspiriert durch die Legende der „Zeller Schwarzen Katz“ visualisiert das Etikett auf ganz subtile Weise die Silhouette einer Katze die aus den Seiten der Banderole ausgestanzt wird. Erst durch das Aufbringen auf der Flasche wird die Figur sichtbar. Die prägnante Form und die geschmeidige Bewegung visualisieren den Charakter der Katze ohne sie bildhaft darzustellen. Jeder Betrachter hat so die Möglichkeit die „Zeller Schwarze Katz“ mit seiner eigenen Vorstellung zu füllen. Seit 2013 wird jedes Jahr der beste Wein der Zeller Schwarze Katz Weinlage mit diesem Etikett als „Stadtwein“ ausgezeichnet.

Jurystatement von Wolfgang Berger

Die „Schwarze Katz“ gibt es in vielen Umsetzungen und Erscheinungsformen bis hin zur Skulptur auf dem Verkehrskreisel in Zell. Die Idee für das Weinetikett von Almut Schmitt hat Originalität und ist substanziell durchdacht. Sichtbar wird die Katze erst, wenn das Etikett auf der Flasche aufgebracht ist.
Ihre Silhouette ist aus der Banderole ausgestanzt. Sofort ist die typische Körpersprache der Katze wahrnehmbar.
Das Etikett wirkt insgesamt reduziert und dadurch modern. Der Betrachter wird überrascht und geführt, die Priorisierungen der Informationen sind eindeutig. Der potenzielle Käufer sieht deutlich den Begriff „Katz“, und er sieht zugleich die Katzensilhouette, beides zusammen fokussiert seine bildliche und begriffliche Wahrnehmung.
Das Etikett wirkt, es ist einprägsam und unverkennbar.
Die Gestaltung hat durch ihre Prägnanz das Potential, das Schlüsselelement einer kompletten Marketingkampagne zu sein und verdient deshalb eine Auszeichnung.

 

Die ausgezeichnete Arbeiten sind noch bis zum 11. Januar 2015 in einer Ausstellung des Gutenberg-Museums Mainz zu sehen und werden anschließend in einer Wanderausstellung präsentiert. Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Designforums Rheinland-Pfalz – descom zu finden.

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