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Als »wild« bezeichnen wir allgemein das Ungezügelte und Fremde im Unterschied zum Kontrollierten und Eigenen. Dass die Grenze zwischen wild und zivilisiert nicht so scharf gezogen werden kann, zeigen die Beiträge dieses Sammelbandes auf. An Beispielen aus den Bereichen von Kunst und Design, wie Bildtapeten, Logos, Interiordesign und Mode ebenso wie anhand von Gemälden, Fotografien, Filmen, Assemblagen und Installationskunst, werden die Zuschreibungen des Wilden im Hinblick auf das ethnisch Andere hinterfragt. Die AutorInnen argumentieren aus einer dezidiert postkolonialistischen Perspektive, indem sie sich kritisch mit der Geschichte und Aktualität des Kolonialismus auseinandersetzen. Sie dekonstruieren den eurozentrischen Blick auf das Andere und legen dabei verborgene Machtstrukturen offen.

Fast alle Aufsätze in diesem Buch basieren auf Vorträgen, die im Rahmen der von uns organisierten Tagung Wilde Dinge in Kunst und Design im Herbst 2015 stattfanden. Die Tagung war Teil der Design- und Kulturtage in Trier und wurde großzügig von der Hochschule Trier und dem Fachbereich Gestaltung finanziert.

 

http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3585-0/Wilde-Dinge-in-Kunst-und-Design